Dieses Wochenende wurden die Halbfinals der 1. Uniliga ausgespielt. Um den Einzug in das Finale kämpften die Clausthaler CoolCats Titans gegen TDR GamING TUHH und Koala Gaming Bielefeld gegen Not Even A Team Aachen. Das Finale wird am kommenden Wochenende live aus Karlsruhe übertragen.

TDR GamING TUHH (Hamburg) 1:2 Clausthaler CoolCats Titans

In der Pick- und Bannphase versuchte Hamburg Clausthals Toplaner mit 3 Targetbanns in Verlegenheit zu bringen. Die Hamburger drückte auf allen Lanes die Minionwaves unter die Tower und sicherten sich dadurch den ersten Drachen und Turret-Firstblood. Allerdings holte sich Clausthal mehr Kills. Dadurch waren die ersten 20. Minuten relativ ausgeglichen. Direkt danach konnte Clausthal allerdings in einigen guten Trades einen ersten Lead aufbauen. In dieser Phase war Hamburg etwas unkoordiniert und gab schnell weitere Kills ab. Dadurch konnte Clausthal mit Irelia Splitpushen und mit dem Baronbuff bald das erste Spiel beenden.

Da im ersten Spiel die Bans gegen den Toplaner von Clausthal nicht gefruchtet hatten wurde im zweiten Spiel eine andere Variante ausgepackt. TDR GamING TUHH versuchte es mit Swain im Midlane Matchup gegen Malzahar. In den Anfangsminute erspielte sich Clausthal auf der Mid- und der Toplane einen Vorteil. Hamburg konnte auf der Botlane Druck aufbauen. Beide Teams zeigten ein relativ aggresives Spiel mit viel Action auf de Botlane. Hamburg holte sich dort auch den Tower, musste den auf der Toplane aber abgeben. Rentner Hagen konnte zwar für die Clausthaler seine Toplane für sich entscheiden. In den Teamfights waren sie diesmal allerdings nicht so glücklich, vor allem weil Hamburg mit Swain und Warwick in längeren Auseinandersetzungen sehr viel Sustain. Beide Teams schenkten sich nichts und waren bis zur 20 Minute ziemlich gleich auf.  So bekamen sie Baron und damit einen kleinen Vorteil. Beim Kampf um den nächsten Baron behaupteten sich die Hamburger und rissen den ersten Inhibitor ein. Gegen diese Pressure konnte Clausthal nichts mehr ausrichten und TDR GamING glich aus.

Im Decidergame entschied sich Clausthal für Malphite auf der Toplane. Zu Beginn konnte Hamburg sich Firstblood sichern und hatte in den ersten Minuten einen Minivorteil. Aber gerade dieser Malphite konnte, wenn er seine ultimative Fähigkeit zur Verfügung hatte, immer für Kills sorgen. Dadurch liefen die ersten 20 Minuten wieder sehr ausgeglichen. Die Titans hatten allerdings die bessere Objectivekontrolle und konnten sich so einige Drachen sichern. Im weiteren Verlauf schalteten die Teams einen Gang zurück um die Fehler minimal zu halten. In der 30. Minute schaffte dann Clausthal den Engage mit Malphite und holte sich den Baron, den sie aber schnell wieder verspielten. Beide Teams führten danach sehr chaotische Skirmishes in denen Clausthal die Nase einen Ticken vorne hatte. Nach einem längeren Kampf um den Elderdrake konnte Clausthal sich durchsetzten, gewann das Halbfinale und fährt somit am 01.07.2017 zu den UEG Season Finals nach Karlsruhe.

Koala Gaming Bielefeld 2:1 Not Even A Team Aachen

Gleich zu Beginn des ersten Games baute Bielefeld auf der Botlane ordentlich Druck auf. Allerdings konnte Aachen dort ganken und gleich auf Bot- und Midlane die Flashes ziehen. Den Verlust dieser Escape-Möglichkeit ermöglichte dann dem ADC von Aachen die ersten zwei Kills in der 10. Minute. Danach versuchten die Jungler die ein oder andere Lane zu beeinflussen. Aber erst ab Minute 15 sprang bei den Ganks auch ein Tower oder ein paar Kills zu Gunsten beider Teams heraus. In der 20. Minute traf eine sehr gute Shockwave von Orianna mehrere Member von Bielefeld, was in einem Baron für Aachen resultierte. Beim Push darauf saß eine nächste Shockwave, wodurch Aachen früh einen Inhibitor einriss und einen deutlichen Lead aufbaute. Mit diesem Vorteil konnte Aachen das erste Spiel nach dem nächsten Baron beenden.

Im zweiten Spiel startete Aachen mit Doppel-Exhaust und Bielefeld mit zwei Ignite. Aachen hatte von Beginn an Druck auf allen Lanes und sicherte sich auch Firstblood im Jungle gegen Hecarim. Danach schafft dieser aber einige gute Ganks und brachte seine Carries zurück in’s Game. Zwar konnte NEAT sich den Infernaldrake holen, Bielefeld war danach aber aktiver und schaffte immer wieder Überzahlsituationen und erarbeitete sich nach 15 Minuten einen  4k Gold-Vorsprung. In den weiteren Fights spielte Bielefeld ihre Pickkombination sehr gut und bauten den Lead weiter aus. Sie versuchten sich in der 22 Minute an einem Baron-Bait der gut eingeleitet wurde, dann im Verlauf des Teamfights konnte das Team aus Aachen aber ihr stärkeres Teamlineup ausspielen und sich mit dem Baron eine kleine Verschnaufpause verschaffen. Den Vorsprung den Koala Gaming noch hatte setzten sie beim nächsten Baron schon wieder auf’s Spiel und Aachen schaffte es wieder sich den Baron zu sichern. Trotz diesen zwei Baronbuffs konnte Aachen den Rückstand nicht wieder wett machen und Bielefeld glich zum 1 zu 1 aus.

Das letzte und entscheidende Spiel wurde durch die beiden Kontrahenten vorsichtig angegangen. Erst um Minute 10 fielen die ersten Kills. Dabei agierte Aachen eigentlich aktiver, aber Bielefeld konnte bei den kleinen Skirmishes mit Xerath von der Mitte aus für Counter-Kills sorgen. Beide Teams schenkten sich nichts und waren die ersten 20 Minuten gleich auf. Aachen konnte allerdings durch den Vorteil auf der Toplane und mit ihrem aktiven Kha’zix etwas mehr Druck auf der Map generieren und einen entscheidenden Fight am Baron gewinnen. Mit dem Buff pushte ‚Not Even A Team‚ mehrere Türme und baute einen deutlichen Lead auf. Trotz Rückstand ergatterte sich Bielefeld den nächsten Baron, konnte aber nicht wirklich etwas damit anfangen. Das Spiel hatte das Lategamestadium erreicht, in dem kleine Fehler große Auswirkungen hatten. Nach einem Catch auf den ADC von Bielefeld konnte Aachen den Baron und kurz daruf den Elderdrake holen und baute seinen deutlichen Goldvorteil weiter aus. Dieser war aber kaum noch etwas Wert, da fast alle Spieler bereits mit Items ausgerüstet waren und Teamfights sehr ausgeglichen abliefen. NEAT kam aber nicht in die „Puschen“ und wurde später nochmal geaced worauf ein Baron für Koala Gaming folgte mit dem sie – finally – den ersten und kurz darauf den zweiten Inhibitor einreißen konnten. Mit dieser Pressure und einem Elderdrake schaffte Bielefeld doch noch das Comeback und entschied das Spiel in der 57. Minute für sich und spielte sich dadurch in das Finale am 01.07.2017 in Karlsruhe.

Nach diesen spannenden Halbfinals in denen jeweils das Decidermatch benötigt wurde steht die Finalbegegnung zwischen Koala Gaming Bielefeld und den Clausthaler CoolCats Titans fest. Im Spiel um Platz 3 werden Not Even A Team Aachen und die Hamburger TDR GamING TUHH aufeinander treffen.