Habt ihr euch auch immer schon gefragt wer oder was genau hinter der UEG steckt? Wer macht eigentlich was und wer ist für was zuständig? Wir klären euch auf und stellen euch die Mitglieder der UEG vor! Heute mit  Ve und Paul an Bord!

 

Ve „GummyBär the 2nd“

Wer bist du?

Ich heiße Ve, bin 23 Jahre jung und komme ganz ursprünglich aus der Nähe von Frankfurt, wohne aber in Bielefeld. Mittlerweile studiere ich Medien- und Interactiondesign in Osnabrück und bin derzeit im 5. Semester.

Wie lange bist du bei der UEG bereits dabei?

Oh, gute Frage. Laut Facebook seit Feburar 2016. Ich habe aber schon vorher im Hintergrund kleinere Arbeiten übernommen.

Wie bist du zu UEG gekommen?

Das wird eine längere Geschichte, aber ich versuche sie kurz zu halten: Mein Bruder sitzt im Rollstuhl. Draußen spielen und sich raufen is da nicht. Also: Zu Hause vor dem PC hocken. Daddeln. Er war der Ältere und immer besser (ist er heute noch) und ich die kleine Schwester, die sich das nicht eingestehen wollte. Classic. Schulabschluss. Uni. Zu Hause zocken, Partymuffel, nicht viel Anschluss im Studium. Da muss es doch mehr geben? Freunde gefragt. „Ja klar, zocken tu ich schon. Aber das bringt doch nichts. Ich konzentrier mich lieber auf mein Studium.“ Ja ne, ist klar. Aber 3 mal die Woche mit der Handballmannschaft trainieren. Wie wäre es denn mit Studenten die eSport machen, anstatt zu schwitzen? Ich habe also ein paar Bekannte zusammengekratzt und den (mittlerweile) University Gaming Club Bielefeld in die Baby Schuhe gestellt. Darüber habe ich einen der Gründer, Jonas, kennengelernt und jetzt bin ich hier.

Wie facettenreich ist dein UEG-Alltag und wie bewerkstelligst du diesen?

Als Leitung der Grafik & Design Abteilung habe ich solche typischen Aufgaben, wie z.B. Overlays für die einzelnen Spiele erstellen und die Verwaltung der UEG Website. Nebenbei spuke ich aber auch gerne auf Events der UEG als Organisatorin und Mädchen für alles umher. Es wird somit nie langweilig. Da mein Studium an sich sehr viel Zeit und Energie fordert, kann es schonmal schwierig werden alles unter einen Hut zu bekommen, besonders wenn Events oder Season Finals anstehen. Doch die UEG und die damit verbundene Arbeit ist bei uns allen eine Herzensangelegenheit und da muss auch schonmal das Zocken ein wenig vernachlässigt werden. Man muss halt Prioritäten setzen. (natürlich ist auch nur die UEG Schuld daran, dass ich immernoch in Silber 3 rumgurke!)

Was hat dich dazu bewegt der UEG beizutreten?

Mich hat es schon sehr lange gefuchst, dass der eSports in Deutschland bzw. eSports generell in Europa so sehr unter den Teppich gekehrt wird. Zudem gibt es so viele Studenten die zocken, aber keine Platform haben ihr Können unter Beweis zu stellen. Die UEG knüpft genau da an und ich fand ich es sehr interessant in meiner Freizeit etwas für meine Leidenschaft beizutragen. Zusätzlich ist es eine gute Vorbereitung für mich und auf meine spätere Berufswahl – also nur positive Gründe!

Was gefällt dir an der UEG am besten?

Die Menschen. Normalweise hasse ich Menschen – wer tut das nicht? Aber diese hier sind sehr nett. Nein, im Ernst: Es ist super interessant was für tolle Persönlichkeiten man kennenlernt. Von den Ober-Nerds die jedes Klischee erfüllen hin zu den Casual Gamern mit denen man Party machen kann und nicht schief angesehen wird, wenn man nur den Nachtelfen oder Taurentanz drauf hat. Es ist eine bunt gemischte große Familie; von klugen Köpfen bis hin zu Visionären, die alle ein Ziel haben und daraufhin arbeiten. Es ist ein tolles Gefühl, mit solchen Menschen zu arbeiten und sie auch irgendwann im Real Life zu sehen und endlich einer Stimme – die man bisher immer nur im Teamspeak gehört hat – zuordnen zu können.

Hast du selbst schon bei der UEG an Events bzw. an Turnieren teilgenommen? Wenn ja, an welchen?

Ja. Ich habe 2015, bevor ich der UEG offiziell beigetreten bin mit einigen Freunden aus dem Studium an der League of Legends Season teilgenommen. Leider waren wir nicht sonderlich gut. Aber das ist ja auch egal. Es hat Spaß gemacht und das ist ja schließlich alles was zählt!

Wo siehst du dich und vor allem die UEG in den kommenden Jahren?

Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren mein Studium abschließen kann und die UEG es in der Zwischenzeit so weit gebracht hat, dass ich hier einen Vollzeitjob beginnen kann – denn was ist schöner, als seine Leidenschaft zum Beruf zu machen? Sollte dem dann doch nicht so sein, werdet ihr mich sicher in irgendeinem Entwicklerstudio finden.

Was erhoffst oder wünschst du dir für die UEG die kommenden Jahre?

Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Universitäten mitmachen und wir ein großes Netzwerk aus eSports-Begeisterten bilden können. Desweiteren würde ich mir wünschen, dass der eSports in Deutschland generell einen Aufschwung erlebt und gesellschaftlich angesehen wird, damit Menschen wie z.B. mein Bruder sich auch in einer Sportart messen können. Ich finde es persönlich sehr anstrengend, seinen Eltern dauernd erklären zu müssen das es keine Zeitverschwendung ist und auch hinter jedem PC ein normaler Mensch steckt. In den Unis sollen Banner hängen mit „Glückwunsch den (füge hier deine Stadt ein) Tigers zu ihrem unglaublichen Sieg im Leage of Legends Finale der Season XY!“. Stellt es euch vor wie die Footballkultur in amerikanischen Highschools, nur eben mit eEsports. Das wäre klasse.

Paul „Fury“

Wer bist du?

Ich heiße Paul, bin 22 Jahre alt und studiere ab nächstem Wintersemester Master Computerspielwissenschaften an der Universität Bayreuth. Ich möchte nach meinem Studium als Game Developer tätig werden, am liebsten bei Blizzard Entertainment – auch wenn das im Moment noch eher utopisch ist. Ich verfolge eSports seit 2007, ursprünglich mit Halo 3 und bin dann über Husky Starcraft und Day[9] an PC eSports gekommen. Seitdem habe ich den Traum, eines Tages mit einigen Kumpels in einer Bar zu sitzen und wie Fußball auch eSports sehen zu können, ohne dass das für jemanden komisch wirkt. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber wir machen gute Fortschritte.

 

Wie lange bist du bei der UEG bereits dabei?

Bei der UEG bin ich seit März 2016.

 

 Wie bist du zu UEG gekommen?

Ich habe die UEG schon in der Season 1 verfolgt und habe über  eSport UBT (den ich damals mit gegründet habe) über das Projekt erfahren. Es gab dann irgendwann einen Post, dass noch Caster gesucht werden, woraufhin ich eine E-Mail geschrieben habe, kurz vorgecasted habe und dann genommen wurde.

 Wie facettenreich ist dein UEG-Alltag und wie bewerkstelligst du diesen?

Bei der UEG mache ich einige Sachen. Ich bin Overwatch Caster und Organisator, aber als Orga eher für Industrie-Kontakt als für „Frontend“-Organisation zuständig. Frontend mache ich auch bei der Website, wobei wir da schauen müssen, wie die Arbeitsteilung in Zukunft laufen wird, da die meiste Arbeit im Moment bei Ve hängen bleibt. Außerdem übersetze ich Texte Deutsch/Englisch sofern das nötig ist und versuche UEG auch über den Overwatch bereich hinaus in der Entwickler-Szene zu repräsentieren.

 

Was hat dich dazu bewegt der UEG beizutreten?

Ich denke, UEG ist ein super Projekt, um meinen Traum eSports merklich Mainstream zu machen, ein gutes Stück voran zu bringen. V.A. bei meiner Generation sollte eSports bekannt und anerkannt werden, dann geben wir das hoffentlich an unsere Kinder weiter.

 

 Was gefällt dir an der UEG am besten?

Für ein Projekt bei dem keiner Geld bekommt, herrscht weitesgehend sehr produktive und motivierte Arbeitsatmosphäre. Wir haben schon wirklich viel erreicht, wenn man bedenkt, dass wir erst vor kurzem wirklich an Sponsoren gekommen sind und das Projekt erst seit ca. 2 Jahren läuft.

 

Hast du selbst schon bei der UEG an Events bzw. an Turnieren teilgenommen? Wenn ja, an welchen?

Ich habe pre-season 1 mal sehr kurz das UBT LoL Team gecoached, falls das zählt 😀

Wo siehst du dich und vor allem die UEG in den kommenden Jahren?

 

Ich sehe mich die nächsten zwei Jahre noch bei UEG und ich denke, dass wir diese nächsten zwei Jahre noch ordentlich wachsen werden. Wenn man UEG mit Programmen wie TESPA in Amerika vergleicht, gibt es da noch wirklich viel Luft nach oben. Wenn ich die Uni verlasse möchte ich – wie schon gesagt – Game Developer werden. Dann werde ich UEG vermutlich verlassen müssen, aber bis dahin hat sich die Sache hoffentlich schon so weit entwickelt, dass das keinen großen Unterschied macht.

 

Was erhoffst oder wünschst du dir für die UEG die kommenden Jahre?

Ich hoffe, dass wir andere Titel mindestens auf das gleiche Level wie League of Legends bringen können, was auf jeden Fall eine große Herausforderung wird, da wir bei LoL in der glücklichen Lage sind, viel Unterstützung von Riot Games zu bekommen. Ich würde gerne die Qualität unserer Offline-Events verbessert sehen und die Rahmenbedingungen für die Teams, aber auch für die Organisatoren und Caster noch verbessern (Fahrtkostenerstattung für alle wäre z.B. schon mal super).
Wenn ich träumen darf, wäre natürlich ein eigenes Studio super (bis dahin wird’s wohl noch dauern^^). Aber mal sehen, was die Zukunft bringt.

 

Vielen Dank für Eure Zeit!