Philipp “Spacemarine” Spinner, 21 Jahre alt und aus Karlsruhe, ist seit März bei University eSports Germany (UEG) für die Abteilung Rocket League zuständig. Er ist zudem Mitglied der Hochschulgruppe eSports United Karlsruhe (eSUKA).

 

Hendrik “Handygamer” Ronge: Wie bist du ursprünglich zu UEG gekommen? Ist das über Karlsruhe gelaufen?

Philipp “Spacemarine” Spinner: Jein, ich hab hier in Karlsruhe bei eSUKA mit Rocket League angefangen, aber da gab es nie irgendwas, wo ich hätte mitmachen können. Das hat mich genervt, also bin ich zu UEG gegangen und hab gesagt: lass mal was machen! Ich habe mir noch jemanden von Leipzig eSports mit in’s Boot geholt [gemeint ist Daniel “Tidu” Liebich, Anm. d. Red.] und so bin ich zu dem Posten gekommen und zu UEG im Allgemeinen.

 

Handygamer: Was sind jetzt ungefähr deine Aufgaben? Was machst du zum Beispiel in deinem “Alltag” für UEG?

Spacemarine: Hauptsächlich erstmal Termine ansetzen, social media planen – “wann kündigt man was an?”, “wie sieht die Anmeldung aus?” – die Anmeldeformulare erstellen, Texte und Ankündigungen schreiben und dann eben noch casten oder streamen oder was eben halt anfällt.

 

Handygamer: Also alles, quasi?

SpaceMarine: Das “Rundumpaket”, genau [lacht].

 

Handygamer: Warum ist Rocket League besser als FIFA?

Spacemarine: Zum einen ist es halt nicht pay-to-win; jeder hat halt die gleichen Chancen und muss sich nicht Stickerpakete wie bei FIFA kaufen. Wobei ich das nur gehört habe, ich kenn FIFA nicht so genau. Zum anderen ist Rocket League auch einfach schneller und damit spannender und interessanter, finde ich. Das ist der Hauptgrund. Und ich fand, FIFA hat immer so eine zufällige Komponente, wie irgendwie mein Spieler den Schuss macht, deswegen mochte ich das nie.

 

Handygamer: Mit anderen Worten: nicht wegen der Autos, sondern wegen der besseren Spielmechaniken?

Spacemarine: Richtig. Und es macht einfach mehr Spaß.

Handygamer: Aber auch wenn es so viel Spaß macht, hält sich die Beteiligung momentan noch in Grenzen. Es sind relativ wenige, die momentan noch Rocket League spielen, zumindest bei den StudiCups. Warum machst du dir trotzdem die Arbeit? Warum machst du dir die Mühe?

Spacemarine: Ja, der letzte Cup war zugegebenermaßen ein ziemlicher Griff ins Klo. Er war mitten in den Semesterferien; die einen waren im Urlaub und die anderen hatten keine Zeit wegen der Klausuren; deswegen war die Beteiligung relativ gering. Das werden wir in Zukunft anders machen. Aber unterm Semester wird die Beteiligung, denke ich, eher steigen und insofern sehe ich da auch kein Problem, da einfach weiter zu machen. Ich meine: von nichts kommt nichts, und wenn ich jetzt aufhöre, würde ja auch nichts passieren.

 

Handygamer: Das ist wohl richtig. Daher: wie siehst du die nähere Zukunft? Was steht da an, was hast du dir da schon überlegt? Gibt’s da schon irgendwas an Turnieren, was dir vorschwebt?

Spacemarine: Also kommendes Semester wird es natürlich Turniere geben; wir haben aktuell zwei StudiCups geplant und dann in den Semesterferien bzw. quasi in der “Offseason” dann noch einen Funmode-Cup, wo man halt Rumble, Dropshot oder so spielt. Aber das genaue Konzept für den Cup steht noch nicht, weil das relativ weit in der Zukunft ist. Ansonsten wird’s eigentlich erstmal so weitergehen wie gehabt. D.h. wir spielen im drei-gegen-drei-Format aus, wer der Beste in der Uniszene ist.

 

Handygamer: Du hast vorhin schon erzählt, dass ihr momentan in der Orga zu zweit seid und dementsprechend viel zu tun habt. Was sind denn so Sachen, die du eigentlich gerne abgeben würdest; wo du dich freuen würdest, wenn sich da noch jemand finden würde?

Spacemarine: Prinzipiell würde ich den Cast gerne abgeben, dann hätte ich Zeit, während die Spiele laufen, bisschen besser auf die Teams einzugehen und sie zu betreuen – sprich: zu sagen “joint die Lobby” – die Ergebnisse einzutragen und alles Mögliche eben. Aber ich würde auch den Cast weitermachen, wenn sich jemand für die Orga finden würde. Es ist mir nur wichtig, dass man die Arbeit auf mehr Leute verteilen kann. Denn es kann ein bisschen stressig werden, wenn zehn Ergebnisse parallel reinkommen und man dann noch casten und Lobbys erstellen muss usw.

 

Handygamer: Das kann ich mir sehr gut vorstellen! Was ist für dich das Beste an deiner Arbeit? Was macht dir am meisten Spaß?

Spacemarine: Hmm, gute Frage. Ich denke, so ein bisschen den Erfolg zu sehen. Dass es angenommen wird; dass die Leute sich freuen, dass sie einen Platz haben, wo sie spielen können. Dass ich auch einfach supergute Leute kennenlerne, mit denen ich dann auch privat eine Runde zocken kann oder so. Ich mag auch die Rocket League Community im Allgemeinen, weil sie relativ persönlich ist und zuvorkommend. Ich habe jetzt niemanden kennengelernt, der einfach unangenehm ist, von seiner Persönlichkeit her, mit dem ich überhaupt nicht spielen wollte. Natürlich trifft man ein paar Leute im Ranked, das gibt’s immer. [lacht] Das ist ja normal. Insofern, einfach da ein positives Feedback zu kriegen, dass die Leute das gut aufnehmen und auch Spaß dran haben, das ist eigentlich das Beste daran.

 

Handygamer: Wenn ich bislang immer nur andere Spiele gespielt habe, warum sollte ich dann Rocket League ausprobieren?

Spacemarine: Ich denke, weil es einfach sehr, sehr viel Spaß macht. Man kann mit Freunden einfach nicht nur kompetitiv spielen, sondern auch diese ganzen fun-modes ausprobieren, die super designed und gestaltet sind. Und später kann man dann eben, dadurch,dass man eine gute Lernkurve hat, auch noch viel Spaß im competitive haben.

 

Handygamer: Abschließend: wenn du dir etwas von der UEG-Community wünschen könntest, was würdest du dir wünschen?

Spacemarine: Eine hohe Beteiligung an den StudiCups!